frei sein - schwebebalken

Ganz gleich, wie nahe wir unseren engsten Freunden und unserer Famile stehen und wie „offen“ wir mit anderen umgehen, es gibt einen Teil in uns, den wir vor dem Rest der Welt verdeckt halten. Es ist das Geheimnis über uns, wer wir sind oder was wir denken. Oder unsere Ängste oder was wir tun (oder getan haben). Es sind jene Dinge, die uns nächtens wachhalten und wir uns fürchten mit anderen zu teilen – selbst mit jenen, denen wir am meisten vertrauen.

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)

Wissen Sie, welche Ängste es bei Ihnen sind? Ich wusste es lange nicht.

Ich komme gerade von einem ausgedehnten Urlaub. Zwei Wochen Miami und eine Woche Korfu. Ich erzähle es nicht, damit Sie der Neid frisst. Ich erzähle es, weil ich in diesen drei Wochen mir so nah wie noch nie zuvor war. Und einen tiefen Fall bei meiner Rückkehr hatte.

Aber der Reihe nach.

Als ich Anfang Mai Richtung Übersee abflog, hatte sich in mir eine Leere breit gemacht. Ich wusste natürlich, dass der Anfang einer Selbstständigkeit zäh ist und dass es dauert, bis es richtig anläuft. Und doch war ich an einem Punkt angelangt, an dem sich Stillstand breit machte.

Ich wusste, dass ich etwas tun musste, wusste aber nicht was. Sie kennen dieses Gefühl sicher. Also ob wir auf einer Rolltreppe gegen die Fahrtrichtung laufen. Ich habe das als Kind gerne gemacht. Ich lief und lief und bewegte mich nicht vom Fleck.

Urlaub bedeutet frei sein

Miami war ein Schwestern-Urlaub. Eigentlich unser erster richtiger. Davor waren entweder Partner, Kinder, Eltern oder Freunde dabei. Diesmal nur wir zwei. Zwei Wochen lang. Und das zu einer Zeit, in der sowohl Muttertag als auch mein Geburtstag fiel. Und es war unser erster Muttertag ohne unserer Mutter.

Was wir zwei Wochen lang machten? Viel geplaudert, am Strand gelegen, shoppen. Dazwischen essen, trinken und schlafen. Mädelszeug halt.

Aber wir haben noch etwas Besonderes gemacht. Wir drehten einen kurzen Film. Inspiriert von Bette Middler, deren Konzert wir besuchten. Unglaublich. Diese Frau ist mittlerweile 69 Jahre alt, bewegt sich aber auf der Bühne besser, als so manches Möchtegern-Sternchen mit 25. Der Inhalt unseres Filmes? Ich habe getanzt zu „Tell him“ (traumhaftes Lied – fällt unter die „Kategorie wertvoll“) und meine Schwester hat Regie geführt und war gleichzeitig Kamerafrau.

Nein, Sie werden dieses Video nie zu Gesicht bekommen. Nein, ich bin nicht nackt. Sondern es ist eine Liebeserklärung an den Mann an meiner Seite. Es ist mein erster Film, deren Hauptdarstellerin ich bin. Es ist meine erste Liebeserklärung. Nicht nur an diesen Mann, sondern generell.

Immer ein wenig auf Distanz

Weil ich mich nämlich nicht gerne zeige. Nicht gerne auf der Bühne stehe. Meine Gefühle nicht auf der Zunge trage. Nicht immer offen auf Menschen zu gehe. Nicht schüchtern, eher introvertiert. Ich lasse ungerne Menschen zu nahe an mich ran. Stets ein wenig auf Distanz.

Allerdings ist diese Eigenschaft nicht förderlich, wenn ich mir als Unternehmerin mein Geld verdienen möchte.

Was sagt das über einen aus, wenn er nicht sichtbar sein möchte?

Sich, seine Gefühle, seine Ängste nicht zeigen möchte. Ist es die Angst vor Verletzung? Die Angst vor dem Versagen? Die Angst ausgelacht zu werden?

Mit diesem Film im Gepäck ging es von Miami für drei Tage nach Hause und dann auf die traumhafte Insel Korfu. Falls Sie noch nie dort waren – Korfu ist eine Reise wert.

Mit meinem Schreib-Buch bewaffnet lag ich auf dem Liegestuhl mit Blick auf das Meer. Das war Inspiration, Kreativität, Freiheit pur. Hier küsste mich dann endlich meine Muse und schenkte mir viele neue Inspirationen für mein Business. Voller Tatendrang, einem Koffer voller Ideen und einer sanften Bräune ging es nach einer Woche wieder heimwärts.

Ich dachte, ich könnte die Welt – meine Welt neu erfinden. Alles wird anders. Ich habe mich verändert.

Und doch kam alles anders

Nach bereits einem Tag der Crash. Ein ohrenbetäubender und handfester Streit mit meinem Sohn brachte mich innerhalb von Sekunden auf den Boden der Realität zurück. Gar nichts hat sich geändert. Alles beim Alten. Lediglich Hirngespinste, die in der Urlaubslaune Flügel bekamen.

Stopp! Nein! Das will ich nicht akzeptieren!

Was war im Urlaub anders? Ok – ich musste nicht kochen, Wäsche waschen und staubsaugen. Aber das alleine kann es nicht sein.

Ich habe mich frei gefühlt. So frei, wie schon lange nicht – vermutlich noch niemals zuvor.

Ich habe viele Urlaube hinter mir. Nie musste ich kochen oder Wäsche waschen.

Also daran kann es nicht liegen.

Warum fühlte ich mich nicht frei?

Der Film!

Dieser Film war für mich etwas Anderes, etwas Neues. ICH habe vor einer Kamera getanzt. Zum allerersten Mal. Nicht, weil ich nicht tanzen kann. Sondern, weil ich mich vor der Kamera unwohl fühlte.

Als Kind habe ich mich gerne „selbst interviewt“ – also Selbstgespräche geführt. Mit Vorliebe in der Badewanne. Es waren Momente, in denen ich versunken war und meine Umgebung komplett ausblendete. In die Realität zurück befördert wurde ich zumeist von meiner Mutter, die nachfragte, ob denn noch jemand bei mir sei. Vermutlich waren diese (scherzhaften) Fragen, jene Augenblicke, in denen mir klar wurde, dass „man das nicht macht.“

Egal! Heute weiß ich, dass „man es sehr wohl tut“ und dass ich es kann und ein Stück weit auch genieße.

Heute, wenn ich wieder zu zweifeln beginne, wenn ich wieder ein Stück in meine „alte“ Rolle verfalle, dann starte ich meinen Film. Bin augenblicklich wieder in dieser Situation, fühle mich frei, strahlend und ungebunden. Und bekomme unverzüglich jenes befreiende Gefühl in meinen Alltag zurück. Und in mich.

Wir alle hatten in der Vergangenheit solche Momente, in denen wir uns frei, leicht, ungebunden fühlten.

Holen Sie sich Ihre Freiheit zurück

Probieren Sie es aus – ein zauberhaftes Lächeln auf Ihrem Gesicht ist Ihnen garantiert.

  1. Denken Sie an eine Periode in Ihrem Leben zurück in der Sie sich frei, ungebunden und strahlend gefühlt haben. Möglicherweise war es in Ihrer Kindheit oder als Sie frisch verliebt waren oder bevor Sie Kinder hatten – oder eine andere Zeit, in der Sie weniger „Verantwortung“ tragen mussten.
  2. Schreiben Sie alles auf, das Sie ausschließlich zu Ihrem Vergnügen gemacht haben (denken Sie daran, wie Sie Ihre Zeit verbracht haben, mit wem Sie „herumgehangen“ sind, was Sie getan haben, Sport betrieben, laufen gegangen, Tennis gespielt, mit Freunden zum Heurigen gegangen, die Nacht durch getanzt, gemalt, vor dem Spiegel getanzt, mit Freunden nächtelang die Welt gerettet, ein Musikinstrument gespielt, was haben Sie gelesen und wie haben Sie sich entspannt)
  3. Suchen Sie sich EINE Aktivität aus Ihrer Liste – die eine, die Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn Sie bloß daran denken. Zücken Sie Ihren Kalender und reservieren Sie sich einen Termin an dem Sie genau das nochmals machen. Und sei es nur der alten Zeiten wegen. Borgen Sie sich einen alten Film aus, den Sie schon lange nicht mehr gesehen haben. Oder gehen mit Ihren Freundinnen bis spät Nacht tanzen. Oder packen den Picknick Korb und ein Buch und verbringen Zeit ein jenem Ort, der Ihnen großartige Erinnerungen ins Gedächtnis rufen.
  4. Wann immer Sie ein Tief haben und an sich, der Welt und deren Sinn zweifeln, wiederholen Sie es. Entweder nur in Gedanken. Oder besser – Sie tragen sich gleich einen neuen Termin in Ihren Kalender ein.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Lächeln, Freiheit und Unbeschwertheit. Immer und immer wieder!

Bleiben Sie in Balance.

Silvia Chytil

Lesenswerter Artikel: 100 Dinge (Janna, eine 22 Jahre junge Frau, … , aber lesen Sie einfach selbst…)

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