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5 einfache Regeln, wie Sie Ihre Ziele erreichen

Der Meister kam eines Tages in ein Dorf und sah auf jeder Tür, an jedem Baum eine gemalte Zielscheibe, in deren Mitte ein Pfeil steckte. Er fragte, wer denn dieser meisterliche Schütze sei, und wurde an einen halbwüchsigen Jungen verwiesen.

„Sag‘, wie ist es möglich, dass du in solch jungen Jahren schon eine derartige Meisterschaft entwickelt hast?“

„Ja, weisst du, ich schiesse zuerst und male dann die Kreise.“

 

Das ist natürlich eine legitime Art seine Ziele zu erreichen. Erfolgreicher ist es aber, sich zuerst das Ziel zu überlegen und dann darauf hin zu arbeiten.

 

In den letzten Jahren beschäftigte ich mich intensiv mit Veränderungsprozessen. Ich war von unfreiwilligen Veränderungen betroffen. Ich habe  Veränderungen in die eine oder andere Richtung vorgenommen. Ich habe Change Prozesse initiiert, begleitet oder gesteuert.

Oft  habe ich erlebt, dass Prozesse scheiterten. Personen entnervt und frustriert auf halben Weg umdrehten und sich fragten „Wozu das Ganze? Das bringt doch nichts!“. Oder „Ich bin so, ich kann mich nicht ändern!“.

 

Die spannendste Frage für mich: Warum erreichten manche Menschen ihre Ziele? Und warum scheiterten Andere?

 

Für wen ist dieser Artikel überhaupt geeignet?

Der Artikel ist für all jene gedacht, die vor einer Veränderung stehen. Die tatsächlich etwas verändern wollen. Die den Mut haben, die Ärmel aufzukrempeln und einen neuen Weg einzuschlagen.

 

Als ich vor einigen Jahren eine große berufliche Veränderung in Angriff nahm, stellte ich mir den gesamten Prozess als eine 4000er Berg-Besteigung vor. Nicht den Bisamberg (für alle Wien-Kundigen), der ist ohne viel Mühe in kürzester Zeit erklimmbar. Und auch keinen 8000er – das schien mir dann doch zu hoch gegriffen.

Aber einen 4000er. Eine Wanderung, die Planung, ausreichend Kondition und Durchhaltevermögen benötigt. 

Während meines Veränderungsprozesses visualisierte ich mir regelmäßig im Geiste, wo ich mich gerade auf meinem Berg befand. Welches Wetter vorherrschte. Wie es mir ging.

 

Nicht immer schien die Sonne

 

Mal schien die Sonne und ich lag gemütlich auf einer Almwiese. Mal wanderte ich gemächlich durch den Wald und roch den nassen Boden. Oft genug quälte ich mich durch Schnee und Sturm eine steile Felswand hinauf.

Aber irgendwann, und der Prozesse dauerte im Gesamten zwei Jahre, befand ich mich lächelnd beim Gipfelkreuz und ich hatte einen sensationellen Blick auf die Landschaft rund um mich.

 

Ich hatte es geschafft! Ich hatte mein Zeil erreicht.

 

Rückblickend gesehen, gab es ein paar Punkte, die sich als äußerst hilfreich erwiesen haben.

 

 

 

5 einfache Regeln, wie Sie Ihre Ziele erreichen

 

  1. Finden Sie den Sinn


    Mit meiner beruflichen Veränderung hatte ich viel zu verlieren. Aber ich hatte vor Augen, was ich dabei gewinne. Und das war eine ganze Menge. Unabhängigkeit. Freiheit. Arbeiten wo und wann ich möchte. Ein ganz wesentlicher Punkt war, dass ich die Veränderung wollte und wusste, warum ich es mache.

     

    Tipp:

    Haben Sie schon den Sinn gefunden? Hören Sie in sich hinein. Müssen Sie sich verändern? Oder wollen Sie sich verändern? Ist nur ein kleines Wort, macht aber einen Riesen-Unterschied. Das was wir müssen, wollen wir nicht wirklich. Das was wir wollen, erreichen wir auch.

     

     

  2. Malen Sie Bilder

     

    Ich hatte meinen Berg. Und meine Bilder. Wie ich am Gipfel stehe. Mir die Sonne ins Gesicht scheint. Ich stolz vor dem Gipfelkreuz stehe.

    Visualisieren hat auch Hermann Maier  nach seinen beiden schweren Unfällen 1998 und 2001 geholfen, wieder ganz an die Spitze zu gelangen. Mentale Kraft baute er damals „in Ruhe und Abgeschiedenheit mit positiven Bildern im Kopf auf“ sagte er. „Man muss soweit kommen, sich detailliert vorstellen zu können, eine komplizierte Aufgabe bestmöglich zu lösen.“

     

    Je klarer es gelingt, das Bild des Ziels Gestalt annehmen zu lassen, umso klarer ist der Weg, wohin es gehen soll.

     

    Tipp:

    Malen Sie sich ein Bild. Das können Sie künstlerisch auf einem Blatt Papier machen oder nur gedanklich im Kopf. Wenn anfangs noch die eigene Kreativität fehlt, hilft es in einem Buch nachzuschlagen oder im Internet zu suchen. Irgendwo gibt es dieses Bild, das Ihr  Ziel widerspiegelt. Rufen Sie sich das Bild wiederholt  vor Augen. Das hilft am Ball zu bleiben.

     

     

  3. Nehmen Sie sich Zeit

     

    Veränderung braucht Zeit, braucht Zeit, braucht Zeit.

    Ich kann keinen 4000er in ein paar Stunden erklimmen und bei einer mehrtägigen Wanderung scheint nicht dauernd die Sonne. Bei Veränderungen verhält es sich genauso. Sie benötigt Zeit und läuft nicht stets harmonisch und reibungslos ab.

    Ich rede hier von lang anhaltenden Veränderungen – Verhalten, Gewohnheiten verändern.

    Sei es Ihre persönliche Veränderung, die Ihres Teams oder Ihrer ganzen Organisation.

     

    Veränderungs-Management sollte eigentlich Lernmanagement heißen. Jede Veränderung heißt Neues lernen und Altes VERlernen.

     

    Tipp:

    Nehmen Sie sich für die Veränderung Zeit, aber lassen Sie die Zeit nicht verstreichen. Es hilft sich ein klares Datum für das Erreichen Ihres Ziels zu setzen. Und das muss realistisch und auch sportlich angelegt sein. Ist es zu kurz angelegt, erreichen Sie das Ziel nicht und Sie sind frustriert. Ist es zu weit weg, ist die Gefahr groß, dass der Druck fehlt und sich das Vorhaben in Luft auflöst.

     

     

  4. Gehen Sie los

     

    Ein Plan, ein Konzept, eine Vision, ein Ziel, ein Leitbild – alles sehr, sehr wichtig. Allerdings ist das nur ein Bruchteil eines Veränderungsprozesses.

    Nachdem der Plan steht, geht es ans Handeln. Dem Ziel entgegen gehen. Vielleicht manchmal nur kleine Schritte. Aber ganz wichtig, nicht warten, sondern losgehen.

     

    Tipp:

    Machen Sie sich eine Todo-Liste. Was ist alles notwendig, um das Ziel zu erreichen? Eine Veränderung ist wie ein kleines Projekt. Bauen Sie Meilensteine ein und feiern Sie diese auch. Teilen Sie sich eine große Veränderung in kleine Etappen ein. So freuen Sie sich über viele, kleine Erfolge.

     

     

  5. Suchen Sie sich Verbündete

    Es ist hilfreich, wenn wir um uns Menschen haben, mit denen wir über unser Vorhaben reden können. Ich habe mein Vorhaben mit Freunden und meiner Familie besprochen. Das ist umso wichtiger, je stärker z.B. die Familie von der  geplanten Veränderung betroffen ist.

    Eine Veränderung ist schwerer durchsetzbar, wenn die betroffenen Personen dagegen arbeiten.

     

    Aber Vorsicht: Halten Sie sich von negativen Einsagern fern. Sie erkennen Sie ganz leicht daran, dass diese auf alle Ihre Argumente ein Gegenargument parat haben.

     

    Tipp:

    Fragen Sie sich, wer am stärksten von Ihrer Veränderung betroffen sein wird. Stehen diese Personen der Veränderung positiv oder negativ gegenüber? Was können Sie tun, um die Negativen auf Ihre Seite zu bringen? Ist Ihre geplante Veränderung enorm wichtig für Sie? Dann nehmen Sie auch etwaige Konflikte in Kauf. Es ist Ihre Veränderung in Ihrem Leben.

 

 

Fazit

Verschwenden Sie Ihre wertvolle Zeit, Kraft, Kreativität und Ausdauer nicht für Veränderungen, die Sie nicht wollen oder für die Sie keine Zeit haben.

 

 

Mein Rat an Sie lautet: Lassen Sie sich von Pessimisten, Besserwisser oder notorischen Schlechtmachern nicht von Ihrem Ziel abbringen

 

In meinem Artikel „Und jetzt? Auf der Suche nach dem Warum“ geht es noch ein Stück weiter. Mit drei wirkungsvollen Übungen machen Sie sich auf die Suche nach dem Sinn. Nach dem, was Sie treibt, wofür Sie brennen.

 

 


 

 

Haben Sie noch Fragen? Hinterlassen Sie  einfach einen Kommentar oder schreiben Sie mir eine Mail an s.chytil@schwebebalken.at

 

Bleiben Sie in Balance

Silvia Chytil

 

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