Deine heutigen Aufgaben:

Vor ungefähr einem Jahr bekam ich eine Mail von meinem Telefonanbieter, der mir eine Rechnung zustellte. Obwohl ich diese Art von Mails (sehr kurz, kein Briefkopf, Datei im Anhang) im Normalfall nie öffne (weiß man doch, dass man solch dubiose Mails nicht aufmachen soll …), tat ich es dieses eine Mal doch. Als ich merkte, dass es keine Mail meines Anbieters war, war es aber schon zu spät. Der Anhang war geöffnet.

Nur weiter tat sich mal nichts. Also vergaß ich diesen Vorfall (oder verdrängte ihn).

Drei Wochen später musste ich dringend eine Überweisung tätigen. Ich nutze Online-Banking schon seit Jahren, hatte auch noch nie Probleme damit.

Ich stieg wie gewohnt ins Internet ein. Auf der Bank-Seite erschien allerdings diesmal ein Pop-Up. Es forderte mich auf, mich einmalig per Handy zu registrieren.

Da ich es sehr eilig hatte und diese Überweisung ganz, ganz dringend erledigen sollte (es war ein Sonntag und das Geld musste montags raus) übersprang ich in Folge fünf Sicherheitshürden, bis ich am Ziel war. Und endlich meine Überweisung tätigen konnte.

Du kannst dir vorstellen, dass ich ziemlich sauer war auf meine Bank. Denn mein Gedanke war, dass die Bank einige Sicherheitsstufen einzog, um ihre Kundinnen und Kunden noch besser vor Hacker schützen zu können.

Ich bin in die Falle getappt

Nur war es genau umgekehrt, wie ich am nächsten Tag von meiner Bank erfuhr. Ich war bereits einem Angreifer von außen ins Netz gegangen und der hatte mittlerweile 5.000,– Euro von meinem Konto abgehoben.

Ich hatte Glück im Unglück – bekam das ganze Geld zurück und mein PC hatte keinen großen Schaden erlitten. Dank meines EDV-Spezialisten konnte mein Computer innerhalb eines Tages Virenfrei gemacht werden. Aber nicht auszudenken, was alle hätte passieren können. Meine gesamte finanzielle Existenzgrundlage hätte einfach über Nacht weg sein können. Meine gesamten Daten, Konzepte, Belege nicht mehr für mich greifbar.

Erfahrung alleine reicht nicht

Ich habe mehr als 15 Jahre in großen Konzernen gearbeitet. Da war das mit der Datensicherung für mich sehr einfach. Große Unternehmen haben eine mächtige Firewall, sodass verseuchte Daten zum größten Teil gleich bei der Eingangspforte aufgespürt werden. Und diese Wächter leisten Großartiges. Pro Tag wenden sie tausende von Hack-Angriffe ab.

Nur wie ist das bei kleinen Unternehmen, die sich keine teure, externe IT-Abteilung leisten können? Vielleicht ist ein Virenprogramm installiert, aber wird das regelmäßig aktualisiert? Und was passiert, wenn der PC plötzlich den Geist aufgibt, wer kümmert sich dann darum? Was ist, wenn alle Daten plötzlich weg sind?

Wie sicherst du deine Daten?

Wie gut bist du abgesichert vor Viren und Hackangriffen?

War es früher der versperrte Schrank, zu dem keiner Zugang hatte, ist es heute deine Festplatte. Deine Daten sind dein Kapital, die du ganz besonders schützen musst.

Es gibt zwei Möglichkeiten deine Daten zu sichern:

1. Cloud

Cloud Computing bezeichnet die Datensicherung in den „Wolken“.
Das ist ein entferntes Rechenzentrum, in dem du deine Daten ablegst.
Die bekanntesten sind I-Cloud, Dropbox, Google-Drive.

Cloud ist eine sehr gute Alternative, wenn du Informationen mit anderen Personen austauschen oder wenn du mit unterschiedlichen Geräten auf deine Daten zugreifen möchtest.

2. Externe Festplatte

Auch wenn Datensicherung in der Cloud enorme Vorteile bietet, hinkt sie hinter einer externen Festplatte nach, gerade was die Sicherheit betrifft.

Daher rate ich ganz klar von einer alleinigen Datensicherung in der Cloud ab und rate dir zu einer externen Festplatte.

Und auf dieser solltest du alle Daten in regelmäßigen Abständen (monatlich) sichern.

Hier habe ich noch einen interessanten Artikel über Cloud-Computing, in dem noch näher auf die Vor- und Nachteile eingegangen wird: http://www.computerwoche.de/a/alles-sicher-n-in-der-cloud,2489418,7

Eine externe Festplatte ist nicht teuer, meine hat für 500 GB ca. 60,– Euro gekostet. Also wirklich kein Betrag im Vergleich zu dem Aufwand und Kosten, den du hast, wenn deine (einzige) Festplatte plötzlich den Geist aufgibt.

Deine heutigen Aufgaben:

  1. Wenn du noch keine hast, besorge dir eine externe Festplatte.
  2. Mach dir heute (nicht morgen, nicht später) eine Datensicherung von deiner (PC) Festplatte.
    Der Zeitaufwand ist sehr gering, während gespeichert wird, kannst du nebenbei etwas anderes machen.
  3. Plane dir monatlich einen Tag, an dem du deine Datensicherung machst.
  4. Happy Weekend! 🙂

JETZT ist der beste Zeitpunkt!

Let’s do it!

Silvia

P.S. Während du deine Daten sicherst, habe ich ein nettes Video für dich. „Warum habe ich mich selbstständig gemacht?“

P.P.S. Lass mich wissen, wie du zur Datensicherung stehst? Ist dir vielleicht auch schon ähnliches passiert? Und wie schützt du dich? Ich bin wieder sehr gespannt auf deinen Kommentar in der Facebook-Gruppe oder gleich hier unten in den Kommentaren.