Du bist genau dort, wohin du dich denkst

Denkmuster Silvia Chytil

Was wir denken und was wir glauben, entscheidet über unser Verhalten und unser Leben. Nur all zu oft behindern uns diese Denkmuster und bauen Hürden, wo eigentlich keine wären. Sie sind der Grund, warum wir immer wieder scheitern und wir dort bleiben, wo wir gerade stehen. Das muss aber nicht sein.

Zum Glück sind Denkmuster keine Einbahnstraße. Sie können verändert werden. Klick um zu Tweeten

Kennst du Andy Holzer? Andy Holzer ist Extrembergsteiger. Er hat bereits sechs der Seven Summits (höchste Gipfel jeden Erdteils) erklommen. Jetzt ist das alleine schon eine herausragende Errungenschaft. Aber da gibt es noch mehr. Andy Holzer ist blind. Seit seiner Geburt. Das hat ihn aber nie daran gehindert, seinem Traum und seiner Leidenschaft nachzugehen.

Ein anderes Beispiel ist Georg Fraberger. Er kam ohne Beine und ohne Arme auf die Welt. Heute ist er knapp 40 Jahre, alt, verheiratet, hat vier Kinder und arbeitet als Psychologe im AKH in Wien. Auch für ihn war sein Handikap nie ein Grund auf irgendetwas zu verzichten.

Oder Stephen Hawking. Er ist seit seinem 26. Lebensjahr auf die Fortbewegung im Rollstuhl angewiesen. Seine Dissertation musste er von Helfern schreiben lassen, da er bereits Lähmungserscheinungen in den Händen hatte. Heute kann er sich nur noch über einen Sprachcomputer verständigen. Und trotzdem – er ist einer der genialsten Physiker unserer Zeit.

Ja natürlich, das sind extreme Beispiele. Und es gibt noch Tausend andere.

Das viel größere Lager unserer Menschheit funktioniert aber anders

  • Bevor ich ganz viel Geld verdienen kann, muss ich noch diese und jene Ausbildung machen.
  • Wenn ich erst das Haus gebaut habe, dann mache ich mich selbstständig.
  • Ich bin nicht klug genug, ich kann das nicht.
  • Ich würde ja gerne, aber meine Familie lässt mir nicht genug Zeit.
  • Ich habe nicht die entsprechende Ausbildung, ich bin zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, zu jung, zu alt. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt. Ich habe nicht genug Geld. Ich bin nicht so gut.
  • Und so weiter, und so weiter, und so weiter,…

 

Haben die ein ganz spezielles Wunder-Gen? Oder eine besondere Gehirn-Windung, die der Normalsterbliche nicht hat? Sind sie gar Götter?

Nein, soweit ich das beurteilen kann, sind sie das alles nicht. Weder haben sie ein außergewöhnliches Erbgut noch ein größeres Gehirn. Und göttlich mag zwar ihre herausragende Leistung sein, aber auch ihr Leben hat irgendwann ein Ende.

Das was sie haben ist viel subtiler.

Auf seine eigene Art zu denken ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht. (Oscar Wilde)

Die 3 wichtigsten Schlüssel für deinen Erfolg

1. Sie glauben an sich

Für diese Menschen gibt es im Kopf kein „Nein, das kann ich nicht.“ Warum auch? Denn woher sollten sie es auch wissen.

Wir können erst wissen, was wir nicht können, wenn wir es versucht haben. Klick um zu Tweeten

Was genau ist es bei dir?

Was kannst du alles nicht?

Der Glaube an dich, ist die wichtigste Eigenschaft für deinen Erfolg. Er macht den Unterschied, ob du ein Champion bist oder unter ferner liefen aufscheinst. Er macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg. Er macht den Unterschied zwischen einem „normalen“ Arbeitnehmer und einer erfolgreichen Business-Frau.

Es macht aber vor allem den Unterschied, ob du glücklich und zufrieden in deinem Leben bist oder nicht!

2. Sie übernehmen Verantwortung

Erfolg heißt, Verantwortung übernehmen. Für sich und für jedes Handeln, aber auch Nicht-Handeln. Es heißt aktiv werden und aus der Opferrolle herauszuschlüpfen.

Auf die Frage hin, was Menschen als größten Nachteil am Erwachsenwerden empfinden, gaben sie als Antwort „Die Verantwortung“.

Die meisten Menschen erleben es als Belastung, dass sie Verantwortung für sich und auch für Andere übernehmen müssen. Sie müssen Entscheidungen treffen, müssen für Fehler geradestehen und  immer souverän wirken.

Verantwortung übernehmen heißt aber nicht, dass du immer stark, keine Fehler mehr machen darfst und voller Aktivität sein musst.

Es heißt nur, dass du alles was dir widerfährt, ob Gutes oder Negatives, auf dich zurück führst.

Verantwortung übernehmen heißt, dass du Schöpferin deines Lebens bist. Klick um zu Tweeten

3. Sie bitten um Unterstützung

Die obigen Beispiele haben eines gemein. Kein einziger hätte sein Ziel je erreicht, hätte er nicht um Unterstützung gebeten.

Wilhelm Busch sagte: „Mancher ertrinkt lieber, als dass er um Hilfe ruft“.

Vielen von uns fällt es schwer, um Hilfe zu bitten. Es kostet enorme Überwindung die einfache Frage zu stellen „Kannst du mir bitte helfen.“ Was soll der Andere dann denken? Dass ich zu schwach bin. Oder unfähig. Oder nicht kompetent genug?

Ich nehme mich da selbst gar nicht aus. Ich meinte lange Zeit, alles alleine schaffen zu müssen. Nur dann zeige ich, was ich wirklich alles kann. Bin von niemand abhängig. Schaffe mein Leben alleine.

Es ist aber ein riesiger Irrtum (was ich erst mühsam erlernen musste).

Denn eines ist klar. Wenn du die Kunst des Bittens beherrscht, bist du Anderen einen Riesenschritt voraus. Wenn du um Unterstützung fragst, zeigst du der Welt (und dir), dass du dich und deine Grenzen sehr wohl kennst. Sei es, dass du gerade nicht die Kraft hast, es alleine zu schaffen. Oder aber, dass du schlicht und einfach nicht über alle nötigen Informationen verfügst.

Und es zeigt vor allem eines: Du gibst dich mit deinen Grenzen nicht zufrieden, sondern willst sie übersteigen. Und das ist eine große Kunst.

Auf den Punkt gebracht:

Wir alle haben unsere Denkmuster und die zu verändern, ist gar nicht so einfach und dauert Zeit. Aber es lohnt sich. Was du dafür erhälst ist ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben. Das ist doch auf jeden Fall wert, oder?

Lebe dein Leben!

Silvia

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2017-03-11T19:55:32+00:00

4 Comments

  1. Jacky Wesling 3. November 2015 at 10:32 - Reply

    Liebe Silvia!

    Deine Tipps kann ich nur bekräftigen. Vielen Unternehmern geht es, besonders am Anfang der Selbständigkeit so. Wenn das Unternehmen wachsen soll, muss man in Kauf nehmen, dass man an sich arbeitet und auch investiert. Nur so kann es vorangehen.

    Liebe Grüße Jacqueline

    • Silvia Chytil, M.Sc. 3. November 2015 at 10:36 - Reply

      Liebe Jacqueline,
      du hast vollkommen recht. Und leider passiert es gerade am Anfang, dass sie nicht an sich glauben. Was schade ist, weil sehr viel Energie verpufft.

      Und eine Investition in sich und sein Unternehmen lohnt sich allemal :-).

      Liebe Grüße
      Silvia

  2. […] Genauso verhält es sich mit unseren Glaubenssätzen. Einen Satz zu entlarven und diesen aufzulösen, bringt uns gar nicht oder nur kaum weiter. Wir müssen uns um das gesamte Gerüst oder Paralleluniversum kümmern. Denn sie sind unser dichtes Gewebe aus Glaubenssätzen, Annahmen und Denkweisen. […]

  3. […] zu Wort kommen und erlangen Sichtweisen, an die wie vorher nicht gedacht haben. „Querdenken“ und „über den Tellerrand blicken“ gelingt uns damit […]

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