Bist du bereit für den Blue Ocean oder gehst du lieber in der Masse unter?

Ein Business auf hohem Niveau zu führen, ist keine Sache von richtiger Strategie oder ausgetüftelten Plan. Es ist auch nichts, was in den Genen liegt oder für manche gegeben ist und für manche nicht. Ein exzellentes Business zu haben ist die Folge der richtigen Denkweise und Einstellung. Welche das sind, zeige ich dir hier:

Am Wochenende verbrachte ich 2 Tage bei einem Workshop in Frankfurt. Der Titel des Seminars lautete: Blue Ocean.

Ursprünglich kommt der Begriff „Blue Ocean“ aus dem Marketing und bedeutet einen neuen Markt erschließen, in dem es keine Konkurrenz gibt. Das Gegenteil vom Blue Ocean ist der Red Ocean, in dem es vor Wettbewerb nur so wimmelt.

Während der zwei Tage hat sich eines sehr deutlich abgezeichnet: Viele UnternehemerInnen sehen zwar ihren Blue Ocean, aber diesen zu betreten ist gar nicht so einfach. Da kommen ganz schnell Ängste und Sorgen hoch.

Der Wechsel von rot auf blau hat weniger mit den Marketing-Kenntnissen und einer ganz speziellen Strategie zu tun, als mit der Einstellung zu sich und seinem Unternehmen.

Was bedeutet Red Ocean und Blue Ocean?

Red Ocean

Der Red Ocean betitelt jenen Markt, an dem es viel Konkurrenz gibt. Um hier bestehen zu wollen, müssen wir uns entweder eine sehr enge Nische suchen oder mit den Preisen spielen.

Blue Ocean

Der Blue Ocean bezeichnet jenen Markt, auf dem wir konkurrenzlos agieren. Hier werden neue Märkte geschaffen und der direkte Zusammenhang zwischen Nutzen und Kosten ausgehebelt. Die Nachfrage ist ausreichend groß, dass der Preis nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Wenn wir uns die beiden ansehen, dann ist einleuchtend, dass alle UnternehmerInnen lieber im Blue als im Red Ocean schwimmen wollen.

Als eines der bekanntesten Unternehmen im Blue Ocean wird oft Cirque du Soleil genannt. Der ursprüngliche Zirkus war über viele Jahren ein gern besuchtes Freizeit-Event für die ganze Familie. Tiere, Akrobatik, Clowns brachten die Zuschauer zum Staunen und zum Lachen. Mit der Zeit jedoch nahm die Nachfrage ab und viele fahrenden Theater mussten zusperren.

Und dann aus dem Nichts entstand Cirque du Soleil. Mit ganz neuem Konzept und neuer Aufmachung. Sie haben die Zirkuswelt revolutioniert.

Das selbe machte Bill Gates mit dem Computer. Oder Steve Jobs mit dem Handy, Dietrich Mateschitz mit Energy-Drinks, Nespresso mit Kaffee.

Manchmal waren es komplett neue Produkte wie der PC oder das Smart Phone. Dann wieder alte Produkte in neuer Verpackung, wie bei Cirque du Soleil. Oder ein bereits bestehendes Produkt innovativ auf den Markt gebracht, wie der Red Bull oder die exklusive Kaffee-Kapsel.

Sehen wir uns die einzelnen Unternehmen näher an, dann stellen wir fest, dass es sich um unterschiedlichste Produkte oder Dienstleistungen handelt und jedes hat eine individuelle Strategie gewählt, um auf den Markt zu gehen.

Aber wir brauchen gar nicht auf milliardenschwere Unternehmen blicken. Wir stellen fest, dass das eine Restaurant gut geht, während das andere kaum Besucher hat. Oder die eine Coach eine volle Praxis hat, während der andere seine Miete kaum bezahlen kann.

Was also macht den einen Unternehmer großartiger als den anderen?

Es ist nicht die Strategie, auch nicht das vorhandene Kapital oder das abgeschlossene Wirtschafts-Studium.

Ob ein Unternehmen erfolgreich ist und im Blue Ocean schwimmen kann, hängt von einigen Eigenschaften und Denkweisen ab, die der oder die Unternehmerin haben sollte:

Hier zeige ich dir 5 Denk- und Vorgehensweisen, die die Red Oceans (diejenigen, die im Roten Ozean schwimmen 🙂 ) von den Blue Oceans unterscheidet:

1. Red Oceans denken „Was brauche ich“,
Blue Oceans denken „Was braucht die Welt“.

Steve Jobs sagte einmal, sein Antreiber war einzig und alleine das Produkt. Er wollte das Internet auf das Handy aller Menschen bringen. Bevor sein Produkt überhaupt den Markt eroberte, steckte er enorm viel Geld, Zeit und Energie in die Entwicklung und Forschung. Er machte nicht Halt, nur weil es nicht sofort klappte. Er blieb dran und folgte seiner Leidenschaft.

Jetzt ist es natürlich nicht notwendig eine riesengroße Vision zu haben. Es muss nicht sein, dass du die ganze Welt verändern möchtest.

Aber der Antrieb, die Welt ein klein wenig besser machen zu wollen, ist ein anderer, als wenn wir nur an uns denken und daran, was wir wollen und brauchen. Die Energie ist frischer, offener und einladender. Und zieht viel mehr Menschen an, auch jene, die vielleicht zuerst gar nicht unsere unmittelbare Zielgruppe war.

2. Red Oceans haben Angst,
Blue Oceans machen trotzdem

Der größte Faktor, warum manche Menschen tun und andere nicht, ist, dass sich viele von ihren Ängsten und Sorgen stoppen lassen. Was, wenn ich nicht gut genug bin? Was, wenn das keiner mag? Was, wenn ich einen Flop lande?

Wenn wir uns in unbekanntes Terrain bewegen, ist es normal, dass wir unsicher sind. Der Bereich des Red Ocean bietet Sicherheit. Dort sind ganz viele, die wir fragen können und dieselben Probleme haben.

Im Blue Ocean sind wir auf uns gestellt. Und das kann Angst machen.

Auch ein Steve Jobs, ein Bill Gates, eine Oprah Winfrey haben ganz sicher ihre zweifelnden Gedanken und das Gefühl, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein. Sie sind Menschen, wie du und ich – also haben sie auch ihre Ängste und Sorgen.

Aber das Gute ist: Ängste kommen und gehen. Auch wenn uns ein Gedanke Angst macht, können wir trotzdem weitergehen und das tun, was wir tun wollen.

Davon kann uns niemand abhalten!

3. Red Oceans vertrauen ihrem Denken,
Blue Oceans vertrauen aufs Universum

Ungefähr vor eineinhalb Jahren sind eine meiner Kundinnen und ich zusammengesessen und haben eine Strategie für ihr Business entworfen. In dem Sheet stand ihre Positionierung, wer ihre Zielgruppe ist und welche Risiken und Chancen ihre Idee hat.

Natürlich haben wir uns auch gefragt, wie sie bekannter werden könnte. Für den Anfang schoben wir diese Gedanken allerdings beiseite und wollten uns später damit befassen. Was aber nie geschah.

Seitdem sind 18 Monate vergangen und sie hatte in dieser Zeit vier Radio-Interviews, war sieben Mal in Zeitungen und auch einmal im Fernsehen. Ohne, dass sie jemals für einen Auftritt irgendetwas tun musste oder gar dafür bezahlen. Die Medien sind auf sie zugekommen.

Das sind Dinge, die einfach passieren. Hätten wir uns darüber Gedanken gemacht, genau geplant, wir hätten niemals dieses Ergebnis erreicht oder aber nur mit sehr viel Aufwand.

Eine Kraft, die wir in unserem Leben vergessen, ist das „Universum“. Mit Universum meine ich Energien, die unser Tun und Handeln unterstützen. Zufälle, glückliche Fügungen, höhere Gewalten. Aber auch Intuition, innere Weisheit und Bauchgefühl.

Zumeist verlassen wir uns nur darauf, was wir im Moment wissen und sehen. Wir würden gerne kontrollieren, können dies aber nicht, weil sogar das Jetzt außerhalb unserer Kontrolle liegt. Immer wieder kommt uns das Leben dazwischen.

Wenn wir uns aber dem Flow hingeben und vertrauen, dann passieren ganz wunderbare Dinge, die so großartig sind, dass wir nicht einmal davon zu träumen gewagt hätten.

4. Red Oceans wollen den großen Sprung,
Blue Oceans gehen Schritt für Schritt

Vor einiger Zeit las ich ein Buch von Ken Roberts über Erfolg. Er beschreibt darin das Leben eines großartigen Menschens, der viel für die Einwohner seines Dorfes getan hat. Auf seinem Grab findet sich folgende Inschrift: ‘Take the first step – no more, no less – and the next will be revealed.“

Es spricht nichts dagegen, sehr weit voraus zu denken. Wie auch schon im ersten Punkt beschrieben, ist das große Ganze oft die Motivation, überhaupt mit einer Sache zu beginnen.

Die Gefahr allerdings besteht, dass so eine große Vision ohnmächtig macht. Denn was muss getan werden, um die 100.000 Euro Umsatz-Grenze zu knacken, wenn wir gerade bei 10.000 Euro stehen. Wie erhalten wir 10.000 Facebook-Follower,wenn sich derzeit 500 für uns interessieren. Wie 5 Mitarbeiter beschäftigen, wenn gerade nur eine Person selbst und ständig arbeitet.

Natürlich hörst du überall „think big“. Dem stimme ich auch voll und ganz zu.

Gehen jedoch müssen wir kleine Schritte. Ein Schritt nach dem anderen. Das erfordert Geduld, Ausdauer und oft auch ein dickes Fell. Aber es führt zum Ziel.

Daher: Mach den ersten Schritt – nicht mehr und nicht weniger – und der nächste wird sich zeigen.

5. Red Oceans leben outside in,
Blue Oceans leben inside out

Als Steve Jobs seine Idee des Smart Phones in die Welt brachte, erntete er erstmals viel Kritik. Keiner konnte sich vorstellen, wozu irgendjemand so ein Handy brauchen sollte. Nun, heute können wir uns kein Leben ohne dieses Ding mehr vorstellen.

Hätte er all den Kritikern, Zweiflern und Schlecht-Rednern geglaubt und die negativen Stimmen in sich aufgenommen, dann hätten wir heute wohl keinen Mini-Computer in Händen. Stattdessen ist er seinen Weg gegangen und hat sich von innen führen lassen.

Den größten Fehler, den wir auf der Reise in den blauen Ozean machen können, ist der Außenwelt zu viel Glauben zu schenken.

Wenn wir eine große Idee haben, dann gibt es keinen einzigen Menschen auf der Welt, der uns sagen kann, ob das ein großes Ding wird oder nicht. Viel mehr wird es viele Personen geben, die es besser wissen und uns die Sache ausreden wollen.

Versuchen wir uns bei einer neuen Idee Sicherheit zu holen, dann orientieren wir uns schnell am Außen. Wir werden anfällig für Kritik, lassen uns von Zweiflern verunsichern und haben Angst ins Unbekannte zu steigen.

Der einzige Gradmesser, das einzige GPS, dass wirklich den Weg kennt, ist unsere Überzeugung. Ganz tief in uns drinnen brennt ein Feuer. Ein Feuer, dass uns die Energie gibt, unseren Weg weiter zu gehen. Dass uns die Sicherheit gibt, dass wir das schaffen können.

Wenn wir unseren inneren Kraft unsere Aufmerksamkeit schenken, statt den vielen Stimmen draußen, dann ist das schon der erste Schritt Richtung Blue Ocean.

Bist du bereit für den Blue Ocean?

Gäbe es DIE Strategie, gäbe es im Buchladen nur ein einziges Buch. Dann bräuchten wir nicht mehr. Tatsächlich gibt es DIE Strategie jedoch nicht. Denn ein exzellentes Business verlangt mehr als nur einen Plan oder eine Strategie. Es verlangt die richtige Denkweise und es verlangt, dass du verstehst, wie ein Business funktioniert.

Die Welt da draußen hat unheimlich viel zu bieten. Die Möglichkeiten sind unerschöpflich. Wenn wir uns aber nur an dem festhalten, was wir kennen und was uns andere vorkauen, beschränken wir uns und halten uns klein.

Keine Frage: Der Blue Ocean mag unsicher sein. Es bedeutet, dass wir Bekanntes und Altes hinter uns lassen. Es bedeutet, dass wir das Sicherheitsnetz kappen und uns auf den Weg machen. Mit Schwimmflügel können wir im Blue Ocean nicht schwimmen.

Aber hey – das ist doch gerade das Spannende. Das Unbekannte ist der Ort, wo großartige Dinge geschehen. Wo wir überrascht werden. Wo Magie passiert.

Und eines kann ich dir versprechen: Du hast alles, was du brauchst, um im Blue Ocean zu schwimmen. Du musst dich nur trauen, den ersten Schritt zu tun.

Bist du bereit für den Blue Ocean?

Hast du auch das Gefühl, dass mehr in dir steckt, als du derzeit abrufen kannst? Dass du dich dem Red Ocean entwachsen fühlst und bereit bist, für ein Business auf höherem Niveau? Dann melde dich für deinen BUSINESS EXCELLENCE TALK an.

Ich helfe dir gerne dabei, in den Blue Ocean zu schwimmen, dein Business auf ein höheres Level zu bringen und auch dort zu bleiben. Entspannt und ohne Druck und Stress.

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Kannst du den Blue Ocean für dich sehen? Hast du Angst dort hin zu steigen? Oder war dir bisher noch gar nicht bewusst, dass es Abseits von Konkurrenz und Druck auch noch etwas anderes für dich geben könnte.

Hinterlasse mir einen Kommentar, ich bin neugierig, was du zu erzählen hast.

Alles Liebe 💛

Silvia

2017-11-22T11:27:40+00:00

4 Comments

  1. Kay Schellenberg 23. November 2017 at 7:04 - Reply

    Danke!

  2. Birgit Desch 24. November 2017 at 13:53 - Reply

    Sehr inspirierend, herzlichen Dank!

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