10 Stolpersteine auf dem Weg zu deinem Erfolg

Am Anfang steht der Traum vom eigenen Unternehmen. Arbeiten wann und wo ich möchte. Mein eigener Chef sein. Aufgaben erledigen, die wirklich Spaß machen.

Doch nach einiger Zeit platzt die Blase und die Realität leuchtet gnadenlos ins Gesicht.

Übervolle Terminkalender, unzufriedene Kunden, leeres Bankkonto. Es gibt zwar keinen Chef, der sagt, was getan werden soll oder nicht. Stattdessen werden die inneren Kritiker lauter und lauter und die ersten Zweifel tauchen auf. Plötzlich ist nicht mehr alles rosarot.

Auch wenn anfänglich gewarnt wurde – Selbstständigkeit ist kein Honigschlecken. Es wird mit einem Schulterzucken und voller Motivation weggewischt. „Ich schaff das schon“.

Monate später wird aus dem „Ich schaff das“ ein „Schaff ich das?“.

Nein, ein eigenes Business zu haben ist kein Sonntagsspaziergang. Weder am Anfang, noch mittendrin.

Und es gibt nicht DAS Erfolgsrezept. Aber es gibt Hilfsmittel, die es einfacher machen.

Deshalb habe ich für dich die 10 bekanntesten Stolpersteine gesammelt:

1. Die Finanzen nicht im Griff

Gut, dass es den Steuerberater gibt! Einmal im Jahr bekommt er alle Belege, fein säuberlich in einer Schachtel gesammelt. Das Bankkonto sagt – es war ein grandioses Jahr. Endlich geht es bergauf.

Zwei Wochen später ein Anruf vom Steuerberater. Er hat die Steuererklärungen abgegeben. Achja und – Glückwunsch zu diesem fulminanten Ergebnis.

Nach zwei Monaten ein Brief vom Finanzamt. Dieses gratuliert ebenfalls und bedankt sich gleich mit einem Zahlschein. Es möchte am Gewinn mit naschen. Ein weiterer Monat später, der erste Schock ist verdaut, gleich noch ein Glückwunschschreiben. Von der Krankenkassa. Auch sie will ihren Anteil vom Gewinn.

Leider vergessen viele in ihrer Euphorie, dass eine große Zahl an Kunden zwar viel Geld bringt, ein beträchtlicher Teil aber an das Finanzamt und die Krankenkasse fließt. Und gerade die Kassen spaßen nicht. Ein Konkursverfahren ist schnell eingeleitet.

Tipp: Trenne private und berufliche Konten. Auf dem beruflichen Konto sind alle Einnahmen und betriebliche Ausgaben. Von diesem Konto geht monatlich dein „Gehalt“ auf das private Konto. Zusätzlich dazu eröffne dir noch ein drittes Sparkonto. Dort landet von all deinen Einnahmen ein gewisser Betrag. Das verhindert, dass du am Jahresende unliebsame Überraschungen erlebst und schafft dir ein finanzielles Polster.

Hab ein waches Auge auf deine Finanzen!

Wenn du weitere Informationen zum Umgang mit Geld benötigst, empfehle ich dir Uta Nimsgarn.

2. Informationsflut

Hier eine neue Challenge, da ein interessanter Newsletter. Dort wurde gerade ein informatives Buch veröffentlicht, ein Online-Magazin winkt mit den heißesten Tipps.

Gerade wenn es nicht rund läuft, meinen wir, noch mehr Informationen bringen uns wieder auf Erfolgskurs.

Und ja, manchmal passt ein Satz  goldrichtig  und bringt uns ein Stückchen weiter. Im Normalfall hilft im ersten Schritt mal Ruhe und Abstand. Wir kleben zumeist an unserem Problem, sodass eine Lösung nicht den Weg zu uns findet.

Tipp: Im Internet findest du viele wertvolle Informationen – brauchst du wirklich alle? Überlege dir, was du JETZT gerade benötigst. Was ist es, was dich jetzt einen Schritt weiter bringt? Und suche gezielt nach dieser Information.

Du meinst du weißt nicht, was du jetzt brauchst?

Dann brauchst du gerade nichts. Außer vielleicht deine Ruhe.

Weniger ist mehr!

3. Fehlendes Netzwerk

EinzelunternehmerInnen sind Einzelkämpfer. Ja, das ist richtig. Und ich weiß es von mir, ich liebe es in meinem Büro zu sitzen und alleine vor mich hin zu arbeiten. Da kann ich werken, keiner quatscht mich an, keiner bringt mich aus meinen Gedanken. Ich kann tun und lassen, was ich will.

Wenns jedoch zu viel wird, reiße ich mich regelmäßig heraus und treffe andere EinzelkämpferInnen. Zum Informationsaustausch, neue Ideen sammeln oder nur zum Spaß haben und lachen.

Tipp: Wenn du zu jenen gehörst, die am liebsten für sich sind und der soziale Kontakt über Facebook & Co reicht – und kein Freund vom Netzwerken bist – dann such dir eine kleine Gruppe in deiner Umgebung.

Für dein Business gilt: Der richtige Mix aus Individualität und Gruppe führt zum Erfolg!

4. Fachliche Defizite

Wobei dies in vielen Fällen nicht die Kernkompetenzen sind. Häufig ist es das Fehlen von unternehmerischem Know How, das einen großen Stolperstein darstellt. „Ich mach mein Hobby zum Beruf“ ist ein hehrer Wunsch, doch die Leidenschaft alleine füllt noch kein Bankkonto. Und der Steuerberater macht zwar die Steuererklärung, allerdings keine Monatsplanung.

Tipp: Wenn dir betriebswirtschaftliches Know How fehlt, die Wörter Planung, Organisation, Prozesse dich regelmäßig in die Flucht treiben, Kennzahlen ein spanisches Dorf sind – dann atme tief durch – kein Grund zum Verzweifeln.

Habe Mut zur Lücke – du musst nicht alles wissen. Such dir gezielt Unterstützung. Sei es durch Literatur, Kurse oder Berater, die dich weiter bringen.

5. Zuviel auf einmal

Kundentermine, Mails, die auf Antwort waren. Die Buchhaltung gehört erledigt. Dazu gibt es noch den Haushalt, Kinder, die versorgt werden wollen und Freunde, die auf ein Treffen drängen. Dann wird der regelmäßige Sport verschoben und das Mittagessen vor dem Bildschirm verschlungen.

Manchmal kommt alles auf einmal und das kann das Fass zum überlaufen bringen. Ein hoher Stressfaktor ist nicht nur der Grund für Fehler und Konzentrationsschwächen, sondern greift massiv deine Gesundheit an.

Tipp: Je stressiger es ist, umso notwendiger ist eine gute Planung.

Du kennst vermutlich das japanische Sprichwort: Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.

Nimm dir Zeit für deine konkrete Planung. Was willst du heute, morgen, diese Woche erreichen. Du kannst nicht die ganze Welt aus den Angeln heben. Und gerade wenn die Zeit knapp ist: keine Traumschlösser bauen, sondern erreichbare Ziele setzen.

(„Der Langsamste, der sein Ziel nur nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ohne Ziel herumirrt.“ von Gotthold Ephraim Lessing)

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6. Everybodys darling

Keiner steckt gerne Kritik ein. Oft ist es einer der Beweggründe für die Selbstständigkeit, endlich nicht mehr Kritik der Vorgesetzten ausgesetzt zu sein. Den Bauchladen vor sich hin tragend, werden alle potentiellen Kunden angesprochen. Nur niemanden ausgrenzen und nichts auslassen – sonst bleiben die Aufträge aus.

Und man trägt und trägt und bietet an – aber keiner kauft. Warum bloß?

Wenn du keinen rauen Wind spürst, dann bist du nicht gut genug. Klick um zu Tweeten

Selbstverständlich sind Streicheleinheiten wohltuender, als Ablehnung. Nur sie bringen dich nicht weiter. Sie sind verantwortlich, dass du in deiner Komfortzone bleibst und dich nicht weiter entwickelst.

Tipp: Auch wenn es weh tut, beginne dir Kritik zu wünschen und lerne Nein zu sagen. Lehne Aufträge ab, die dir nicht behagen. Biete weniger Produkte oder Dienstleistungen an, vor allem am Anfang. Mache es deinen Kundinnen einfach, dich zu finden.

Für deinen Erfolg gilt: Besser spitz als breit

7. Fehlende Motivation

Sich ein Business aufzubauen und am Leben zu erhalten ist harte Knochenarbeit. Die strahlenden Bilder von erfolgreichen Unternehmer und Unternehmerinnen, die mit dem Champagnerglas am übervollen Buffet locker plaudern und vor der Türe den Porsche stehen haben, zeigen nur eine Seite der Medaille. Sie zeigen nicht die endlosen Stunden, die diese Menschen vor ihrer Arbeit gesessen sind. Sie zeigen nicht die tiefen Täler, durch die sie gewandert sind. Die schlaflosen Nächte, in denen sie gegrübelt und gezweifelt haben.

Sich stets aufs Neue motivieren und längere Durststrecken durch halten, ist eine wesentliche Herausforderung, die wir Selbstständige meistern müssen.

Tipp: Dein Warum ist deine Motivation. Wenn du ein Motivationstief hast, dann überlege dir warum du dich für deine Selbstständigkeit entschieden hast. Prüfe, ob die damalige Motivation dein Treiber von Heute ist. Ziele und Motivationen sind veränderbar.

Hinterfrage, ob sie für dich noch passen oder ob du nicht einen anderen Weg einschlagen möchtest.

Weitere Tipps, wie du aus einem Motivationstief kommst, findest du in diesem Artikel.

8. Keine Planung

Ich gestehe, da bin ich eine, die Wasser predigt und Wein trinkt. Als ich letztens aus meinem Urlaub heim kehrte, sah ich in meinem Büro meine Monatsplanung hängen. Nun, … was soll ich sagen … Ich habe den Zettel in den Mistkübel geschmissen…

Und mir überlegt, warum diese Planung danebengegangen ist. Warum es immer wieder vorkommt, dass ich meine Planungen über den Haufen werfe.

Tipp: Wenn du auch immer wieder an deiner Planung scheiterst, nimm dir Zeit und analysiere, warum du dich nicht daran hältst. Sind es zu viele Aufgaben? Sind es die falschen Aufgaben? Fehlen dir Informationen, damit du die Aufgaben erledigen kannst?

Bei mir war es ein falscher Fokus. Ich blickte zu weit in die Zukunft, anstatt mir zu überlegen, was JETZT zu tun ist. Es ist, wie früher in der Schule. Statt zu lernen, musste ich unbedingt noch mein Zimmer zusammenräumen. Heute ist es der Geschirrspüler, der dringend ausgeräumt werden muss.

Ein Ziel ohne einen Plan, ist ein Wunsch.

9. Sich vernachlässigen

Selbst und ständig ist eine Krux. Ein eigenes Unternehmen birgt ungeheure Freiheiten in sich. Wir können am Strand arbeiten und um drei Uhr in der Früh. Wann und wo wir wollen. Allerdings bedeutet es auch, dass wir im Urlaub nicht abschalten und unsere verdiente Nachtruhe opfern. Es geht schleichend. Am Anfang genießen wir es und ehe wir uns versehen haben wir eine 80 Stunden-Woche und mehr Stress, als wir bewältigen können. War das nicht einer der Gründe, warum wir dem anderen Leben den Rücken gekehrt haben?

Es bleibt immer weniger Zeit für uns, für die eigenen Hobbies, für ein paar Stunden, in denen wir faulenzen. Klick um zu Tweeten

Früher oder später spüren wir diese Überarbeitung: Müdigkeit, Gereiztheit, Krankheiten. Wenn wir ein gesundes Unternehmen führen wollen, müssen wir zu aller erst auf unsere eigene Gesundheit achten. Auch wenn wir voller Eifer und mit schier unbändiger Kraft sind, unsere Energiereserven sind begrenzt.

Tipp: Finde für dich deine persönlichen Energietankstellen. Das kann ein gutes Buch sein, ein heißes Bad, abtanzen auf einer Party. Es sind jene Momente, in denen du abschaltest und nicht an dein Business denkst. Auch – oder gerade wenn, du gerne arbeitest und dir dein Job so richtig Spaß macht und du es liebst zu arbeiten „wo und wann“ du möchtest, blocke dir deine „No work time“.

Deine Gesundheit wird es dir danken.

Schau mal bei Solebenwieichwill.at  vorbei, dort gibt es  Mini-Tankstellen. Da kannst du ganz schnell neue Energie tanken. Es lohnt sich!

10. Keine langfristigen Ziele

Wozu brauche ich langfristige Ziele? Ich muss schauen, dass ich diesen Monat gut über die Runden bringe.

Was weiß ich, was in zehn Jahren ist. Ich bin froh, dass ich weiß, was heute passiert.

Natürlich – die Zeit ist schnelllebig, niemand kann in die Zukunft blicken, wir befinden uns in unsicheren Zeiten.

Und trotzdem – ein langfristiges Ziel ist ein Motivator. Ein Wegweiser. Ein Mahner. Dieses große, über alles stehende Big Picture zeigt uns, ob die Richtung stimmt, in die wir gehen. Jede Entscheidung, wird diesem Ziel gegenübergestellt und bewertet, ob es damit übereinstimmt oder nicht. Mit einem langfristigen Ziel ist die Gefahr geringer, in einer Sackgasse zu landen.

Wir überschätzen, was wir in einem Tag und unterschätzen, was wir in zehn Jahre erreichen können.

Tipp: Wenn du noch kein Big Picture hast, dann bau dir jetzt eines. Wo möchtest du in 10 Jahren stehen? Was willst du erreicht haben? Was soll alles geschehen?

Hier habe ich ein Pdf für dich vorbereitet – ein Wunsch Brainstoriming –  mit dem du an deine langfristigen Visionen arbeiten kannst. Denn nur die kurzfristigen Ziele im Blick zu haben, ist für mich ein riesiger Stolperstein. Nur das Gesamtbild, das Big Picture zeigt mir den wahren Sinn auf, zeigt mir meine einzige Wahrheit und lässt mich meinen Weg gehen. Es ist nicht immer einfach, denn es bedeutet über den Tellerrand zu blicken, aus seiner Komfortzone zu treten und auch anzuecken. Doch wenn du mit deinem Business erfolgreich sein möchtest, dann brauchst du genau das. Hol dir jetzt gleich das kostenlose Pdf!

Lebe dein Leben! Unterschrift Silvia  

P.S. Wenn du eine Vision hast und nicht weißt, wie du sie umsetzen sollst, dir der Mut fehlt, aber vielleicht auch nur ein kleiner Schubser. Du aber eigentlich viel lieber deinen Traum leben, erfolgreich mit deinem Business sein möchtest, ohne im Chaos zu versinken und ohne dass du nicht weißt, in welche Richtung du gehen sollst,  dann hol dir die 10 Punkte Schwebebalken-Strategie. Du lernst, wie du dir Schritt für Schritt dein Erfolgs-Business aufbaust.   Mehr Klarheit, mehr Freiheit und mehr Erfolg.   Und natürlich Spaß!

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2 Comments

  1. Daniel 16. November 2016 at 22:46 - Reply

    Hi, besonders wichtig finde ich, dass man etwas anpackt für das dein Herz schlägt. Wenn man nur etwas macht, weil man es kann, heißt es nicht, dass es auch das ist was man will. Viele machen den Fehler und machen nur das was ihnen als erstes einfällt, anstatt genau zu hinterfragen was sie selbst vom Leben wollen. Ich würde sogar sagen, dass man sich sein Leben in 30 Jahren vorstellt und herausfindet wer man sein möchte und was man erreicht haben will. Es ist auch garnicht so wissen wie der Weg aussieht, den der kann sich ändern. Das Ziel ist entscheidend, nur das Ergebnis zählt, alles andere ist Variabel.
    lg
    Daniel

    • Silvia Chytil, M.Sc. 17. November 2016 at 11:33 - Reply

      Lieber Daniel,

      eine Vision zu haben, sehen zu können, wo man selbst in einigen Jahren stehen möchte, halte ich auch für sehr entscheidend.

      Allerdings kann sich auch das Ziel in 30 Jahren verändern. Da heißt es flexibel sein :-).

      Alles Liebe
      Silvia

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